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Wie wir bereits zuvor erwähnt haben, ist man bei der Janßen-Fußbodenheizung im Trockenaufbau nahezu frei in der Art und Weise wie die Bodenkonstruktion konkret realisiert werden kann.

Die einzigen beiden Vorgaben seitens unseres Fußbodenheizsystems an die Bodenkonstruktion sind ein Hohlraum von 30 mm Höhe direkt unterhalb des Holzbodens über die gesamte Gefachbreite sowie eine feste und waagerechte Auflagefläche für die Kupferheizrohre.

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Letztlich richtet sich  die Ausgestaltung der Bodenkonstruktion immer nach der individuellen Bausituation bzw. nach den Vorstellungen und Wünschen der Bauherrschaft bzw. des Architekten.

Es bestehen vielfältige Möglichkeiten hinsichtlich der Umsetzung der erforderlichen Wärmedämmung sowie etwaiger Schallschutzmaßnahmen. Mit den folgenden Ausführungen möchten wir Ihnen lediglich Anregungen für die Gestaltung der Bodenkonstruktion geben.

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Der Hohlraum von 30 mm Höhe zur Aufnahme der Kupferheizrohre mit den aufgesteckten Aluminium-Wärmeverteilern wird mit Hilfe von Lagerhölzern geschaffen. Diese sind im Regelfall 80 mm breit, wobei sich der Einsatz von sog. "Vollkonstruktionsholz" empfiehlt.

Bei einem kompletten Neuaufbau der Bodenkonstruktion haben die Lagerhölzer - je nach Heizlast des Raumes -  im Regelfall einen Abstand Mitte-Mitte von 450 oder 500 mm, mit der Folge, dass der Heizrohrabstand Mitte-Mitte ebenfalls 450 oder 500 mm beträgt.

Bei diesem Bauvorhaben haben auch die Lagerhölzern nur eine Höhe von 30 mm, da der Bauherr sich entschlossen hatte, oberhalb der Dämmschicht, die gesamte Bodenfläche mit einer Sperrholzschicht auszustatten, auf welcher dann die Lagerhölzer aufgebracht wurden.

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Regelmäßig haben die Lagerhölzer allerdings eine Höhe von 60-80 mm, um unterhalb der Heizebene noch eine ausreichende Aufbauhöhe für die erforderliche Wärmedämmung zu haben.

Die Höhe der Lagerhölzer kann die 80 mm auch überschreiten, z.B. dann, wenn unterhalb der Heizebene nicht nur eine Dämmschicht eingebracht werden soll, sondern zusätzlich Lüftungskanäle für eine Raumbelüftung oder Elektroleitungen innerhalb der Bodenkonstruktion verlaufen sollen.

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Auf diesem Foto können Sie z.B. sehr schön erkennen, wie die Kanäle für die Be- und Entlüftungsanlage in die Lagerholz-Bodenkonstruktion integriert wurde.

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Hier noch ein abschließendes Beispiel dafür, wie Versorgungsleitungen in die untere Ebene einer Kreuzlattungskonstruktion integriert werden können. Oberhalb der ersten Ebene wird dann später die 30 mm hohe Heizebene mit den Heizrohren und die Aluminium-Wärmeverteilern aufgebaut.

Sie sehen bereits, dass es nicht den einen Bodenaufbau gibt - es gilt in jedem Einzelfall die perfekte Lösung zu finden!

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Auch die Art und Weise wie unterhalb der Heizebene die erforderliche Wärmedämmung realisiert wird, kann sich sehr unterscheiden.

Wir empfehlen gerne die Verwendung von alukaschierten PUR-Dämmplatten. Diese werden in den Gefachen zwischen den Lagerhölzern verlegt. Anschließend liegt das Kupferheizrohr mit den aufgesteckten Aluminium-Wärmeverteilern frei verschieblich - also ohne zusätzlich Fixierung - auf den Dämmplatten. Dies ermöglich es dem Heizsystem, sich bei Wärmezuführung frei auszudehnen. Hier sehen Sie das Kupferrohr auf der PUR-Dämmung. Anschließend werden die Aluminium-Wärmeverteiler aufgesteckt.

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Selbstverständlich muss nicht unbedingt eine alukaschierte Dämmplatte verwendet werden - jede andere Dämmplatte kann ebenfalls verbaut werden.

Nebenbei erwähnt: Die Aluminium-Kaschierung der Dämmplatte hat nichts damit zu tun, dass Wärmestrahlung reflektiert werden soll o.Ä. - sie dient lediglich dazu, dass  allmähliche Ausgasen der Dämmung zu verhindern und damit die guten Wärmedämmeigenschaften dieser Dämmplatteart über Jahre zu gewährleisten.

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Anstelle von Dämmplatten kann natürlich aber auch jede andere großhandelsübliche Art von Wärmedämmung eingesetzt werden.

Die Frage der Dämmung entscheidet der Bauherr unabhängig vom Heizsystem je nach Geschmack und Budget.

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Auf diesem Foto sehen Sie, dass die Heizrohre auf einer Faserdämmung aufliegen. Die Aluminium-Wärmeverteiler sind aufgeclipst. Nun wird der 35 mm starke Massivholzdielenboden verschraubt. Bei diesem Bauvorhaben hatten sich die Bauherren auf Empfehlung des Dielenherstellers für eine Verschraubung von oben in die Lagerhölzer entschieden, da die Länge der einzelnen Dielen 14 Meter betrug.

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Als Dämmung kann alternativ auch ein Schüttung eingesetzt werden. Diese erfordert allerdings einen differenzierten Bodenaufbau.

Da die Kupferheizrohre eine feste und waagerechte Auflagefläche benötigen, also nicht in einer Dämm-Schüttung versinken dürfen, muss oberhalb der Schüttung alle paar Meter eine sog. "Kreuzlattung" eingezogen werden, auf welcher dann die Heizrohre eine nicht komprimierbare Auflagefläche finden.

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Hier sehen noch ein Beispiel für eine rein biologische Schüttung. In den Gefachen zwischen den Lagerhölzern sind gut die Auflageflächen für die Heizrohre zu erkennen.

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Wichtig ist bei Einsatz von losen Schüttungen, dass die Heizrohre eine feste Auflagefläche (z.B. eine Konterlattung wie auf dem vorherigen Foto zu sehen) haben und dass in der 30 mm hohen  Heizebene ausschließlich das Heizrohr mit den aufgesteckten Aluminium-Wärmeverteilern liegt.

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Hier ist noch einmal ein Beispiel dafür zu sehen, dass die Gefache unterhalb der Heizrohre mit einer Schüttung aufgefüllt wurden. Die raumlangen und 35 mm starken Masssivholzdielen wurden anschließend auf direkt die Lagerhölzer geschraubt.

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Auf diesem Foto sehen Sie noch einmal vergrößert die biologische Schüttung dargestellt. Außerdem sieht man im linken Bereich des Fotos, wie der Aluminium-Wärmeverteiler am Holzdielenboden anliegt.

Wir möchten noch einmal darauf hinweisen, dass in den 30 mm der Heizebene, also direkt unterhalb des Oberbodens, ausschließlich das Heizrohr mit den aufgesteckten Aluminium-Wärmeverteilern liegt. Keinesfalls darf das Heizsystem in die Schüttung einsinken.

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Eine weitere Alternative für einen Bodenaufbau besteht darin, dass man oberhalb der Wärmedämmschüttung zunächst eine Faserplatte, OSB-, Span-, Sperrholz oder Trockenestrichplatte zwischen den Lagerhölzern einbringt und die Heizrohre dann ohne weitere Fixierung direkt auf dieser Zwischenlage auflegt. In diesem Fall müssen die Lagerhölzer 30 mm über die Oberkante der Zwischenplatte hinausragen, um den Hohlraum für die Heizrohre mit den aufgesteckten Aluminium-Wärmeverteilern zu schaffen.

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Auf diesem Foto sehen Sie ein Beispiel für eine sog. "Kreuzlattung". Eine Kreuzlattung wird gerne eingesetzt, um größere Aufbauhöhen fachgerecht realisieren zu können. Zunächst wird ein 1. Lagerholz gesetzt, welches so hoch ist, wie z.B. die gewünschte Dämmstärke. Das Heizrohr mit den Aluminium-Wärmverteilern liegt später ohne Fixierung auf dem 1.  Lagerholz. Das quer zum 1. eingezogene  2. Lagerholz ist dann noch einmal 30 mm hoch, wodurch der Hohlraum zur Aufnahme des Heizsystems geschaffen wird.

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Hier sehen Sie noch ein weiteres Beispiel für eine Kreuzlattung im Bereich eines Wintergartens. In der unteren Ebene wurden die PUR-Dämmplatten eingebracht, auf welchen später die Heizrohre ohne Fixierung aufliegen. Die obere Lage der Lagerhölzer hat in diesem Fall eine Höhe von 30 mm.

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Nicht unerwähnt soll bleiben, dass die Janßen-Fußbodenheizung auch in eine bestehende Holzbodenkonstruktionen oder Holzbalkendecken integriert werden kann.

Dieser Fall tritt gerade im Rahmen von Sanierungen historischer Gebäude immer wieder auf. Auch hier sind die einzigen Anforderungen an die Bodenkonstruktion der bereits angesprochene Hohlraum von 30 mm Höhe direkt unterhalb des Holzbodens sowie eine feste und waagerechte Auflagefläche für die Kupferheizrohre.

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Der besondere Vorteil der Integration der Janßen-FBH in bestehende Böden und Decken besteht darin, dass man keine Aufbauhöhe verliert, was insbesondere im Hinblick auf Treppenansätzen, Türen etc. von enormer Wichtigkeit ist. Gerne stellen wir Ihnen unsere Erfahrung zur Verfügung oder ermöglichen den Kontakt zu Fachleuten aus der Holzbranche.

Sehr schöne Beispiele für unterschiedliche Lagerholzkonstruktionen finden Sie unter folgendem Link.

Klicken Sie bitte auf den Link "Heizrohrmontage" für Fotos und vertiefte Informationen zu diesem Thema.

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